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Es wurden konserviert ein Mammutbaumstubben und der Stamm einer Alteiche

Restaurierungskonzept für Mammutbaum

 

Aufzählung

   Aufstellen einer Wetterschutzeinhausung aus Rohrgerüst/ Transport

Aufzählung

   Schutzdach aus Bohlen, Kantenholzbelag und Well - PVC

Aufzählung

   Arbeitsboden in die Wetterschutzeinhausung einlegen

Aufzählung

   Entfernung von Bitumenteilen und Läufern aus dem obigen Bereich

Aufzählung

   Entfernen von Moosen, Flechten, Farnen und humushaltigen Bestandteilen manuell mit

           Wurzelbürste und Sgraffitowerkzeugen 

Aufzählung

   Grobreinigung mit Druckluft

Aufzählung

   Feinreinigung durch Mikrosandstrahlen und manuell mit Spezialschwamm

Aufzählung

   Absaugen des Strahlgutes und loser Verunreinigung

Aufzählung

   Tiefenfestigung mit Zucker unter Niederdruck und Teilvakuum, oberflächliches

            Einsprühen    

Aufzählung

   Partielle Tiefenbohrung und Einarbeiten von Haltedübeln unter Niveau

Aufzählung

   Einlassen der Oberflächenzone von ca. 30 cm mittels Zucker durch Fluten und Sprühen

Aufzählung

   Oberflächen Abschlussbehandlung mittels mikrokristallinem Wachs

Aufzählung

   Entfernen der Eisenringe und Bänder nach erfolgreicher Festigung oder Nachstellen

Aufzählung

   Korrosionsschutz und Deckanstrich in Grau- Braun an Objektumgebung angepasst.

Aufzählung

   Probefreilegung des Beton) Teersockels ?

Aufzählung

   Probenentnahme/ Musterfestigung und Ermittlung der Eindringtiefen bzw. des

            Diffusionsverhalten

Aufzählung

   Abbau der Wetterschutzeinhausung aus Rohrgerüst

Aufzählung

   Dokumentation in Wort und Bild

 

Restauratorische Reinigungsarbeiten und Schutzmaßnahmen

Wie im Konzept genannt, wurden die ersten acht Anstriche des Konzeptes umgesetzt.

Nach Absprache und Vororttermin kam eine Festigung mit Zucker nicht zur Anwendung, da Bedenken wegen des Schädlings - und Insekteninvasion bestanden.

Die Anstriche 14 und 15 Probefreilegung und Probeentnahmen würden ebenso ausgeführt.

Bei der Alteiche wurde eine beschwerte Abplanung über den Winterzeitraum 2002/ 2003

vorgenommen, die bei Gutwetterperioden gelüftet wurde, um Kondenswasserbildung zu verhindern.

 

Konservierungsmaßnahmen Oberflächenbehandlung

Die Festigung am Mammutbaum erfolgte nach einer Musterprobe mit stark verdünnten Polyvinylacetat in de Konzentration 1 : 20. Es wurde eine 5 Protzentiger Anteil von Plextol- Acrylharz zugesetzt. Die weiter Festigung erfolgte mit einem 10%igem Plextol und wurde bis auf 25 % bei der dritten Festigungskonservierung erhöht . Die Maßnahmen erfolgten durch Injektage, Fluten und nachfolgendes Sprühen des Festigungsmittels über einen Zeitraum von 4 Monaten, um die Trockenzeiten einhalten zu können. Nach einer weiteren 4wöchigen Trockenzeit wurde eine 2malige Sprühkonservierung mit mikrokristallinem Wachs vorgenommen und überschüssiges Material mit Schwämmen abgetupft.

Die Kittung am Altreichenstamm wurde nach Festigung der Innenbereiche der Risse mit einem Korkschrotholzmehlkitt verdichtet. Dieser ist Acrylgebunden und wurde mit Paraloid B 72 und Anteilen von Plextol und PVAC versetzt. Oberflächlich wurde ein schwarzer Anstrich aus Volltonfarben aufgetragen, um optisch den verschlossenen Riss an der Oberseite auch als Vertiefung darzustellen, sowie dies im Seitenbereich ansichtig ist.

 

Der Mammutbaum

 

Datierung: Tertiär ca. 25 Mio. Jahre

 

Objektteil; Mammutbaum

Objekt/Ort: Zittau

Bauteil: Johanneum,

 

(Mammutbaum) Detail; Schäden durch Insektenbefall und 

organischen Bewuchs, dieser  muss  vorsichtig entfernt 

werden. Allgemeinzustand ist fragil wie Kork.       

 (Humusbestandteile)

 

 

 

 

Stieleiche    Alteiche

Mooreiche am Olbersdorfer See   

Sichtbar sind die starken             

   Trockenschwundrisse                 

 

 

 

Der Mammutbaum gehört zur Familie der Sumpfzypressengewächse ( Taxodiaceen).   Es gibt einen heute noch existierenden Verwandten. Das ist der Immergrüne Mammutbaum (Sequoia sempervirens), der im Tertiär auf der gesamten Nordhemisphäre der Erde weit verbreitet war, heute aber nur noch ein Reliktareal besitzt. Gegenwärtig gedeiht er an den Abhängen der Küstengebirge von Nordkalifonien (USA), in einer Höhe von etwa eintausend Meter. Der Mammutbaum gehört zu den größten Bäumen der Erde. So kann der Immergrüne Mammutbaum eine Höhe von mehr als einhundert Meter erreichen. Der hier stehende fossile Stubben ist zirka vier Meter hoch, hat einen Stammdurchmesser von zwei Meter und wiegt etwa vier Tonnen. Er war mit diesen Ausmaßen ein durchschnittliches  Exemplar dieser Art. So gesehen ist der Stubben ein Zeuge des Lebens aus einer mindestens  zwanzig Millionen  Jahren alten Vergangenheit. Der Fund des Mammutbaum-Stubbens ist die wohl bekannteste Leistung des Zittauer Forschers Dr. Curt Heinke. Er war Lehrer am Realgymnasium in Zittau und hat sich um die Erforschung der Geologie der südöstlichen Oberlausitz verdient gemacht. Ihm gelang es, aus der damaligen Tongrube in Hartau, zusammen mit vielen freiwilligen Helfern , die komplizierte Bergung vorzunehmen und den Transport durchzuführen. Ihm verdanken wir auch das Konservierungsverfahren, das uns dieses Naturdenkmal nun schon über Jahrzehnte erhalten hat.

Näheres  über die Fundbedingungen sowie über paläobotanische Besonderheiten im Zittauer Becken erfahren Sie im

"Museum für Geologie der Südoberlausitz - Dr.- Curt - Heinke - Museum"

 

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